Transaktionsanalyse nach Eric Berne

Eric Berne wurde 1910 als kanadisch-US-Amerikaner in Montreal geboren. Sein Vater war Mediziner und seine Mutter Journalistin. Er selbst studierte Medizin, promovierte und machte anschließend ein Praktikum in der Psychologie. 1964 veröffentlichte Berne sein Konzept zur Transaktionsanalyse unter dem Namen „Spiele der Erwachsenen“.

Dieses Konzept dient im Wesentlichen zum Analysieren und Verstehen von Kommunikationsstörungen und Konflikten.In seinem Konzept geht es darum ein neues Selbst- und ein neues Fremdverständnis aufzubauen.

Ich bin ok.
Du bist ok.

Grade in seiner Lebzeiten wurden Menschen mit psychischen Krankheiten immer als Aussätzige angesehen. Homosexualität war eine Störung und paranoide Schizophrenie sowieso ganz schlimm. Eric Berne hingegen versuchte jeden Menschen erst einmal so zu akzeptieren wie er war. Jeder Mensch ist okay und jede Geburt hat seine Daseins-Berechtigung. Der Transaktionsanalyse nach hat der Mensch alle physischen und kognitiven Fähigkeiten, die es für ein positiv gestaltetes Leben braucht.

Der Schlüssel zu einer guten Kommunikation liegt für Berne also in diesem neuen Identitätsverstehen. In seiner Forschung stellt Berne fest, dass sich jede Art der menschlichen Kommunikation in verschiedene Zustände unterteilen lässt, somit ein stetiger Wechsel zwischen diesen Zuständen herrscht. Er bezeichnet diese Zustände als sogenannte Ich-Zustände.

Jeder Mensch wird von unterschiedlichen Erinnerungen, Emotionen und Wünschen und Denkweisen beeinflusst. Diese Kommunikation kann sowohl durch Worte, also verbal, als auch durch Gestik und Mimik, also non-verbal, erfolgen. Berne sagt, dass jeder Mensch tausende von diesen Ich-Zuständen in sich trägt, regelt sie der Einfachheit halber auf drei wesentliche Zustände runter.

Da gibt es das Kind-Ich, das Erwachsen-Ich und das Eltern-Ich. Das Verhalten der Eltern überträgt sich automatisch auf uns selbst. Wir korrigieren, weisen zurecht, bevormunden und bemuttern und all diese Verhaltensweisen gehören zu unserem Eltern-Ich.Das Kind-Ich hingegen albert herum, ist trotzig, naiv, phantasievoll oder auch unsicher.
Das Erwachsen-Ich ist für eine objektive, wohlüberlegte und respektvolle Kommunikation verantwortlich.Jegliche unser Handlungen können also in diese Ich-Zustände kategorisiert werden.
Um eine Transaktionsanalyse durchzuführen ist es also wichtig zu wissen in welchem Zustand der Kommunikationspartner sich befindet und aus welche Absicht heraus er handelt.

Die Transaktionsanalyse umfasst viele weitere Modelle zum Beobachten, Beschreiben, Verstehen und Verändern bzw. Entwickeln der Persönlichkeit und der Beziehungen zwischen Individuen und sozialen Systemen.

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